Bretagne-Kalender
: Île de Sein
Aus exakt 52,90 Meter Höhe winkt der Inseldoktor Manet im Roman „Bretonische Flut“ vom Grand Phare de I’Île de Sein Dupin und Rival nach oben. Der Kommissar fasst sich ein Herz und erklimmt über die steile Wendeltreppe und eine fast senkrecht führende Leiter die schmale Plattform. Oben ist er überwältigt von dem unendlich weiten Blick über die Insel und die 25 km lange Chausée de Sein mit ihren unzähligen, nur knapp aus dem Wasser ragenden felsigen Inselchen.
: Die Küste bei Rothéneuf
Im Roman „Bretonische Spezialitäten“ sichtet Dupin vom Kreuz eines Felsvorsprungs nahe Saint Malo gruselige Fratzen, die ihm einen gehörigen Schrecken einjagen. Später erfährt er, dass es sich dabei um Les Rochers Sculptés von Rothéneuf handelt, mehr als hundert Jahre alte verwitterte Skulpturen, die Abbé Fouré in die Granitfelsen gemeißelt hat. Der Besuch der etwa 300 dicht aneinander gedrängten Figuren in grandioser Natur oberhalb des Meeres ist ein einmaliges Erlebnis.
: Der Phare de l’Île Vierge bei Lilia
Im Roman „Bretonische Nächte“ beobachtete die kürzlich verstorbene Tante von Dupins Kollegen Kadeg auf der Halbinsel Lilia an der Mündung des Aber immer wieder besonders große Raubseeschwalben, die sie akribisch in ihr Vogelbeobachtungsbuch eintrug. Victor Contel, der jüngere, missgünstige Bruder der alten Dame, lebt in dem hübschen Dorf Lilia auf der Halbinsel in einem großen Herrenhaus direkt hinter der Bucht, um die sich der Ort gruppiert.
: Sauzun auf der Belle-Île
Im Roman „Bretonische Idylle“ ermittelt Dupin auf der Belle Île. Gemeinsam mit Rival übernachtet er im Ferienhaus von Rivals Schwester im malerischen Örtchen Sauzun. Das Restaurant du Phare mit seinen um den Leuchtturm zwischen bunten Fischerboxen gruppierten Tischen bezeichnet Riwal als den schönsten Ort der Insel, während sich Dupin gerne im einheimischen Café Le Tilleul mit Blick über die langgezogene Hafenbucht sein typisches Frühstück, Café und Croissant, genehmigt.
: Die Cornouaille bei Port Manec‘h
Im Roman „Bretonische Verhältnisse“ ging Loic Pennec, der Sohn des getöteten Hotelbesitzers aus Pont Aven gerne auf diesem Pfad nahe zweier Flussmündungen spazieren. Eines Tages stürzt er oberhalb des einsamen Plage de Tahiti die steilen Klippen hinab – war es ein Unfall, Suizid oder gar Mord? Zu Beginn des Weges liegt an der Mündung des Aven der kleine Hafenort Port Manec´h, in den es Dupin auf der Suche nach einem verschollenen Originalgemälde von Gauguin verschlägt.
: Auf der Halbinsel Sainte-Marguerite
Im Roman „Bretonische Nächte“ wird Inspektor Kadeg auf dem Anwesen seiner kürzlich verstorbenen Tante am Aber Wrac’h angegriffen und lebensgefährlich verletzt. Seine Cousine Sophie Gautier will derweil auf dem Zöllnerpfad zur Halbinsel Sainte Marguerite spaziert sein. Kadegs Cousin Maxime, Besitzer mehrerer Cidrerien, wohnt auf der Halbinsel, während sich sein Büro 150 Meter entfernt auf der vorgelagerten Privatinsel Cézon befindet, die er bei Ebbe zu Fuß erreichen kann.
: An der Rosa Granitküste nahe Trégastel
Im Roman „Bretonisches Leuchten“ wird Kommissar Dupin in einer Gemeinschaftsaktion von seiner Sekretärin Nolwenn, seinem Hausarzt Docteur Garreg und Claire zum Urlaub und striktem Arbeitsverbot in Trégastel an der spektakulären Rosa Granitküste verdonnert. Trotz der atemberaubenden Szenerie mit den riesengroßen bizarr geformten Felsbrocken langweilt sich Dupin entsetzlich, bis eine Frau aus ihrem Hotel verschwindet und die Ereignisse sich überschlagen.
: Porz Ar Lan auf der Île d‘Ouessant
Im Roman „Bretonische Flut“ werden sechs Tümmler an einem Strand der Île d’Ouessant gefunden, kläglich verendet in einem illegal ausgeworfenen Treibnetz, wie es der selbsternannte Fischerkönig Charles Morin gerne benutzt. Die getöteten Umweltaktivistinnen Kerkrom und Darot bekämpften vehement Morins Verstöße gegen die Umweltstandards des unter anderem von Delphinen besiedelten Meer-Naturparks Iroise und Morins Missachtung der festgelegten Fangquoten.
: Bei Le Stiff auf der Île d‘Ouessant
Im Roman „Bretonische Flut“ wohnt der als Schmugglerpirat bezeichnete Kapitän Vaillant mit seinen drei Kameraden im verschlafenen Le Stiff auf der von lieblicher Heide- und rauer Küstenlandschaft geprägten Île d’Ouessant. Im Roman „Bretonische Sehnsucht“ muss Dupin auf der Insel seinen bislang mystischsten Fall aufklären, er wird von unheimlichen Erscheinungen heimgesucht und verliert allein in einem Boot beinahe sein Leben im sturmgepeitschten Atlantik.
: Die Insel Tristan vor Douarnenez
Im Roman „Bretonische Flut“ ist in der ehemaligen Konservenfabrik der sagenumwobenen Île Tristan das wissenschaftliche Institut des Meeres-Naturparks Iroise untergebracht, in dem die getötete Delfinforscherin Darot beschäftigt war. In den schwer zugänglichen Grotten der Insel entdeckt Dupin das legendäre goldene Kreuz der Kathedrale der hier versunkenen Stadt Ys. Als er es jedoch seinen Kollegen zeigen will, ist es schon wieder verschwunden und ward nie wieder gesehen …
: Schloss Costaérès vor Ploumanac‘h
Im Roman „Bretonisches Leuchten“ haben Dupin und Claire auf der nur bei Ebbe zu Fuß erreichbaren Granitinsel mit dem berühmten Schloss Costaérès eine äußerst unerfreuliche Begegnung mit dem martialisch auftretenden Schlossherrn Jérôme Chastagner. Eigentlich urlauben die beiden an der Rosa Granitküste, doch der Kommissar hat vom Strandleben genug und ermittelt „heimlich“ im Fall der verschwundenen Madame Durant und deren Verbindung zu Chastagner.
: Auf der Glénan-Insel Saint-Nicolas
Im Roman „Bretonische Brandung“ wird das Idyll des karibisch anmutenden Glénan Archipels jäh zerstört, als drei Leichen angespült werden. Auf der Hauptinsel Saint Nicolas richtet Dupin in der rustikalen Bar Le Quatre Vents, einem ehemaligen Bootshaus direkt am Anleger, seine Kommandozentrale ein. Die Tauchschule nebenan wird im Roman von der Weltmeisterin im Freediving geleitet, deren Passion die Schatzsuche in den unzähligen Schiffswracks am Grund des Meeres ist.