Venedig-Kalender

: Eisenwarenladen nahe dem Campo S. Giacomo da l‘Orio

Um die Kinder vor den investigativen Fragen ihres von seinem aktuellen Fall im Roman „Das Mädchen seiner Träume“ gefangengenommenen Vaters zu schützen, schickt Paola sie noch vor Beendigung des Mittagessens an den Campo S. Giacomo da l’Orio zum Eis holen. Die Gelateria Majer in Santa Croce, die Paolas geliebtes Feigeneis verkauft, liegt auf der anderen Seite der Brücke. Der Weg zur Gelateria und zum Campo führt an diesem malerischen Eisenwarenladen vorbei.

: Der Canal Grande vor der Ca‘ Sagredo

Nur als Kulisse wurde im Film „Reiches Erbe“ am Hotel Ca‘ Sagredo in Cannaregio (auf der rechten Seite des Canals) ein Restaurant mit diesem Blick über den Canal Grande, aufgebaut. Das Ehepaar Patta diniert hier, als Brunetti die traute Zweisamkeit stört. Am selben Platz befindet sich auch die Bar Sofia, in der im Roman „Beweise, dass es böse ist“ Signora Gismondi, die Nachbarin der missliebigen Signora Battestini, deren Haushaltshilfe das letzte Eis ihres Lebens spendiert.

: Ponte Chiodo

Das Corte dei Conti, das Kriminalgericht rechts im Bild, befindet sich direkt an der Rialtobrücke im Sestiere San Polo. Dort trifft sich im Roman „Vendetta“ Commissario Brunetti mit dem Vorsitzenden Richter Beniamin, um nähere Informationen über den in einem Zugabteil erschossenen renommierten Anwalt Trevisan einzuholen. Der Richter ist schwer gezeichnet von der Trauer um seinen Sohn Roberto, der kurz zuvor an einer Überdosis Drogen gestorben war.

: Corte dei Conti, das Kriminalgericht

Im Roman „Blutige Steine“ stürzt ein sogenannter „Vucumpra“, ein illegaler afrikanischer Straßenhändler, auf der kopflosen Flucht vor seiner wohl ersten Razzia von der geländerlosen Ponte Chiodo im Sestiere Cannaregio in den Rio S. Felice. Sein Verfolger Sergente Gravini springt ihm nach und „rettet“ ihn aus dem flachen Kanal, was bei einigen der Carabinieri-Kollegen nicht unbedingt auf Anerkennung, sondern eher auf Hohn und Spott stößt.

: Rielo

Auf der kleinen Ponte Rielo im hinteren Castello entgeht der nichts ahnende afrikanische Straßenhändler Nando im Film „Blutige Steine“ nur knapp einem Anschlag. Seine Rettung ist eine Kinderschar, die dem Scharfschützen vor die Flinte läuft. Bereits am Campo S. Stefano wurde Nando einige Tage davor unter Beschuss genommen und schwer verwundet von seiner Schwester Zaina wieder aufgepäppelt, die in der Nähe der Ponte Rielo am Campazzo del l’Erba wohnt.

: An der Riva dei Sette Martiri

Von der grünen Lunge Venedigs, den von Napoleon in Auftrag gegebenen Giardini, kann man herrlich die Riva dei Sette Martiri mit Traumblick auf das einzigartige Panorama bis zum Markusplatz flanieren. Vorbei an der Wohnung von Signora Ruffolo im Haus Nr 1454 aus dem Film „Endstation Venedig“, der Mutter des Kleinganoven Giuseppe, die den Commissario mit ihrem seiner Meinung nach besten Caffè der Welt Giuseppe gegenüber milde stimmen möchte.

 

: Viale Garibaldi bei Nacht

Die einzige Parkallee Venedigs, die romantische Viale Garibaldi in Castello wird im Roman „Tod zwischen dem Zeilen“ dem ehemaligen Priester und Bücherdieb Aldo Franchini zum Verhängnis. Auf einer der roten Parkbänke wird er vom ehemaligen Lebensgefährten von Signora Marzi aus blinder Eifersucht krankenhausreif geschlagen. Glücklich, diesen Angriff überlebt zu haben, wird er später aus anderen Gründen in seiner Wohnung brutal zu Tode gequält.

 

: Die Chiesa dei S. Giovanni e Paolo und das Portal des Ospedale Civile links daneben

Von der Aussichtsterrasse des Fontego dei Tedesco an der Rialtobrücke fällt der Blick auch auf die in Castello gelegene Chiesa dei SS Giovanni e Paolo, der Grablege vieler Dogen und Adelsfamilien. Im Roman „Endlich Mein“ opfert Brunetti eine Kerze für seine verstorbene Mutter, nicht ohne die zahlreichen Kunstschätze zu bewundern. Hinter den (nur in den Büchern?) berüchtigten Mauern des angrenzenden Ospedale Civile links im Bild kämpfen etliche Protagonisten um ihr Leben.

 

: Auf dem Markusplatz

Der Dogenpalast an der Piazzetta S. Marco ist im Roman „Acqua Alta“ Schauplatz des Mordes an Direktor Dott. Semenzato. In der gegenüberliegenden Biblioteca Marciana (nicht im Bild) recherchiert Brunetti im Roman „Sanft entschlafen“ die Machenschaften des obscuren Ordens Opera Pia. Das Ristorante Quadri auf der Piazza S. Marco links neben dem Uhrenturm (nicht im Bild) wird in den Filmen wegen seines perfekten Blicks auf die Basilika gerne als Drehort genutzt.

 

: Die Bar Al Canton an der Fondamenta de l‘Arzere

Das gemächliche Treiben auf dem Rio und der Fondamenta de l’Arzere in Dorsoduro lässt sich am besten unter der breiten Markise der legeren Studentenbar Al Canton aus beobachten. Im Film „Schöner Schein“ erholt sich der frustrierte Vice-Questore Patta dort von seiner fruchtlosen Verfolgungsjagd durch die halbe Stadt, als ihm der flüchtige Delinquent beim Sprung über die angrenzende Mauer wortwörtlich vor die Füße fällt und sich widerstandslos festnehmen lässt.

 

: Calle dei Avvocati

In der beschaulichen Calle dei Avvocati im Sestiere S. Marco wird im Roman „Ewige Jugend“ nächtens ein junger irischer Tourist überfallen und derart übel zugerichtet, dass seine Wunden im Ospedale Civile genäht werden müssen. Eine Gewalttat in der sonst so sicheren Serenissima, deren Brutalität selbst Brunettis Kollegin, die an neapolitanische Verhältnisse gewöhnte Kommissarin Griffoni, erschüttert.

 

: Am Rio di S. Giovanni Laterano

Im Roman „Lasset die Kinder zu mir kommen“ diskutieren Brunetti und Vianello mit Hauptmann Marvilli ihren gemeinsamen Fall und erfreuen sich dabei an dem Anblick des von drei Wasserläufen pittoresk eingerahmten Gebäudes hinter der Ponte dei Conzafelzi in Castello. Professor Nava kann sich leider nicht mehr freuen, wird er doch im Film „Tierische Profite“ von seiner Wohnung aus dem weißen Eckhaus rechts im Bild unsanft in den Rio befördert, was er nicht überlebt.